Heimsieg dank starker Offensivkraft


Am vergangenen Samstag kam es zum Handballderby in der Verbandsliga West, ergo zum Duell des Plauer SV und des SV Matzlow Garwitz. In der vergangenen Saison konnten beide Mannschaften jeweils das Heimspiel für sich entscheiden, somit war es schwer, vor dem Spiel einen Favoriten zu bestimmen. Jedoch war eine Leistungssteigerung zu den vergangenen Punktspielen zwingend nötig, um mit den Gästen auf Augenhöhe agieren zu können. Das Spiel der im Schnitt sehr jungen Mannschaft aus Matzlow ist sehr offensiv und temporeich angelegt, sodass die Chancenverwertung an diesem Spieltag möglichst hoch ausfallen musste, um nicht in Rückstand zu geraten. Bis auf Futterlieb und Starke bot die Bank darüber hinaus auch wieder alle Möglichkeiten, das Tempo des Gegners mitzugehen. 

Ähnlich wie in den letzten Partien waren die Seestädter von Beginn an voll da und gingen gleich mit 2:0 und 4:1 in Führung. Von Beginn an wurde das Tempo hochgehalten und der ein oder andere Ballverlust der Gegner direkt bestraft. Jedoch verpassten es die Hausherren sich in den Anfangsminuten noch entscheidender abzusetzen, resultierend aus der Tatsache, dass gerade die Abwehr noch Schwächen aufzeigte. Da MaGa permanent mit zwei Kreisläufern agierte, brachten sie so immer wieder Lücken zum Vorschein, die der wendige Aufbauspieler für sich nutzen konnte um sich selbst oder seine Mitspieler gekonnt in Szene zu setzen. So wurden viele Bälle an den Kreis durchgesteckt, die sicher verwandelt wurden. Plau kam im Angriff viel über die Außen. Spielzüge fruchteten und der Ball wurde konsequent durchgespielt. Damit konnte der Drei-Tore-Vorsprung über weite Strecken der ersten Hälfte beibehalten werden. Über die Spielstände 5:2, 8:5 und 10:7 behielten die PSV-Männer Oberwasser. Ein kurze Schwächephase im Angriff wurde jedoch in der Kehrtwende bestraft, sodass sich die Gäste beim 10:10 wieder voll auf Kurs sahen. Eine Auszeit sollte das Momentum unterbrechen und wieder Ruhe ins Plauer Spiel bringen. Anspiele an den Kreis konnten nun wiederholt abgefangen werden, sodass sich die Seestädter die Führung wieder zurückholten und die Seiten beim torreichen 17:14 gewechselt wurden. Abgesehen von der kurzen Schwächephase gab es in der Kabine viel Lob für den Plauer Angriff, der viele Chancen nutzte, denn gerade die Außen Lenk und Günther bestachen an diesem Spieltag durch Präzision. Jedoch hatte die Mannschaft in der Abwehr noch genügend Potenzial für Verbesserungen. Es wurde zu mehr Kommunikation und Beinarbeit aufgefordert.

Mit der Zielvorgabe, die Gegentore zu minimieren und die Zahl der geworfenen Tore beizubehalten, bestritten die PSV-Männer die zweiten 30 Minuten, die körperlich zunehmend betonter wurde, was so nicht abzusehen war. So gestalteten sich die Zweikämpfe härter und wurden seitens der Gäste teilweise auch unsportlich geführt. Das Zielvorhaben konnte nur teilweise erfüllt werden. Weiterhin zeigte sich der Angriff konzentriert und netzte auf nahezu allen Positionen ein. Auch den Ausfall von Rückraumspieler Richter in der ersten Hälfte verarbeiteten die Spieler hervorragend und die fehlenden Tore über den Rückraum wurden an diesem Spieltag durch die treffsicheren Außen kompensiert, die mehr als die Hälfte der Tore warfen. Damit war es MaGa fast unmöglich, den Vorsprung gänzlich aufzuholen, kam aber immer wieder heran (19:18, 23:22, 29:27). Dadurch konnten die Hausherren zu keinem Zeitpunkt durchatmen und kämpften um jedes Tor. Durch die steigende Zahl an Zeitstrafen wurden die Räume auch immer größer, sodass die Gäste spätestens beim 33:32 fünf Minuten vor Schluss drauf und dran waren, die Partie zu ihren Gunsten zu drehen. Die Stimmung heizte sich mit fortschreitender Spielzeit immer weiter auf, auch aufgrund des harten Agierens der gegnerischen Abwehr, bei der die Heimmannschaft jedoch kühlen Kopf bewahrte und die aufgepeitschte Stimmung in der Klüschenberghölle für sich nutzte, die letzten Reserven zu mobilisieren. Die schnell eingeleiteten Tempogegenstöße über die Außen brachten letztendlich die Entscheidung und beim Schlusspfiff lagen sich alle Spieler in den Armen. Der 37:34-Heimsieg kam durch eine starke Offensivleistung zu Stande, sodass die Führung zu keinem Zeitpunkt abgegeben wurde und die Plauer mit dem konstanten Vorsprung im Rücken das Spiel nie aus den Händen gaben.

Mit dem Start in die Saison kann die Mannschaft durchaus zufrieden sein. Mit zwei Siegen bleibt das Zielvorhaben Plätze 1-3 der Staffel weiter realistisch. Aufgrund der geringen Mannschaftsanzahl in diesem Jahr bestreiten die PSV-Männer in der kommenden Woche kein Spiel, sodass genügend Zeit bleibt, die Wunden verheilen zu lassen. Die Mannschaft bedankt sich für die grandiose Unterstützung und lädt bereits jetzt zum kommenden Heimspiel (20.10.) herzlich ein.

Plauer SV: Pidinkowski, Grabow (Tor), Günther 8+1, Richter, Grabow J. 1, Madaus 1+2. Lenk 11, Waack M. 1, Humboldt 2, Kinzilo 3, Reu 1, Marschke 6, Waack, J.

Strafwürfe: Plau 3/3, MaGa 3/3

Zeitstrafen: Plau 3, MaGa 6

Zuschauer: 200