Glanzloser Sieg im ersten Auswärtsspiel


Nachdem die PSV-Männer am 1. Spieltag eine enttäuschende Niederlage einstecken mussten, ging es an diesem Wochenende zum vermeintlich gleichstarken Gegner nach Wittenburg. Bis auf den verletzten M. Grabow sowie Reu und Richter, die sich in Loitz beim A-Jugend-Spiel befanden, konnte personell aus dem Vollen geschöpft werden. Des weiteren waren die Seestädter auf Revanche aus, da in der vorherigen Saison eine bittere Auswärtsniederlage hingenommen werden musste. Auch wenn der Gegner an diesem Spieltag ungewohnt dünn besetzt antrat, waren die Augen der Gäste auf sich und ihr Spiel gerichtet. Aus einer stabilen 6:0-Abwehr heraus war es erneut das Anliegen, die Partie aus der Defensive zu entscheiden und im Positionsangriff effektiver abzuschließen als in der Vorwoche. 

In den Anfangsminuten gestaltete sich die Partie sehr ausgeglichen. Die TSG versuchte mit zwei Kreisläufern große Lücken in der Abwehr zu schaffen, was teilweise auch fruchtete. Die Gäste wiederum nutzten früh ihre Chancen aus der zweiten Reihe durch Humboldt bzw. im 1 vs. 1. durch Grabow. Allmählich stellten sich die Seestädter auf das Angriffsspiel des Gegners ein, sodass der wendige Rückraumspieler, der jedoch auf verschiedenen Positionen agierte, frühzeitig gestört wurde. Hinzu kam, dass wenige Anspiele an den Kreis zugelassen wurden. Durch das Aushelfen wurden die Winkel für die Außen jedoch sehr groß, wobei Pidinkowski einige Bälle von dieser Position parieren konnte. Dadurch konnte zwischenzeitlich ein Vier-Tore-Vorsprung erspielt werden (4:8 nach 16 Minuten). Jedoch brachten einige personelle und Positionswechsel auch Unruhe ins Plauer Spiel, welches zu mehr Ballverlusten und unvorbereiteten Abschlüssen führte. Dadurch kamen die Hausherren wieder auf ein Tor heran. Das Momentum konnte dennoch frühzeitig unterbrochen werden, sodass der PSV mittels des einen oder anderen Tempogegenstoßes wieder davon zog (8:13 nach 22 Minuten). Auch die kurz vor Ende genommene Auszeit der Gäste gab nochmal neuen Input, sodass eine solide 10:16 Halbzeitführung auf der Anzeigetafel verzeichnet werden konnte.

In der Kabine gab es viele lobende Worte, wobei es noch genügend Raum für Verbesserungen gab, z. B. in der Rückzugsbewegung. Eine Leistungssteigerung konnte in der zweiten Hälfte jedoch nicht festgestellt werden. Auf beiden Seiten maximierte sich die Zahl an Ballverlusten, was in der Konsequenz dazu führte, dass das Spiel zunehmend zerfahrener wurde. Hinzu kamen sechs zum Teil berechtigte Zeitstrafen auf Plauer Seite und eine völlig überzogene direkte Rote Karte für Futterlieb, wodurch nahezu die Hälfte an Spielzeit in Unterzahl gespielt wurde. Dadurch ergaben sich viele Lücken in der Plauer Abwehr, die aber nur teilweise bestraft wurden. Dem PSV gelang es, sich den einen oder anderen Ball in Unterzahl zu erobern, um ihn dann doch wieder durch Unkonzentriertheiten oder Pech abgeben zu müssen. Auch nahm die Wurfeffektivität im Angriff ab, sodass verhäuft hundertprozentige Chancen nicht den Weg ins Tor fanden. Zunehmend bestimmten Einzelaktionen die Plauer Angriffsszenerie, wobei auch einige schöne Tore vom Kreis oder über die Außen bejubelt werden konnten. Somit plätscherte die zweite Hälfte mit der deutlichen Führung im Rücken dahin und konnte mit 11:12 für sich entschieden werden. Unterm Strich wurde die Partie beim 21:28 abgepfiffen, wobei viel Raum für Leistungssteigerungen bleibt.

Die PSV-Männer sind nun in der Liga angekommen und benötigen den Erfolg auch für ein selbstbewusstes Auftreten am kommenden Samstag gegen den SV Matzlow Garwitz. Gegen diesen Gegner braucht es eine geschlossene Mannschaftsleistung, um das Ziel Platz 1-3 der Staffel nicht aus den Augen zu verlieren. Anpfiff ist zu gewohnter Zeit um 17:30 in der Klüschenberghölle.

PSV: Pidinkowski (Tor), Günther 3+1, Starke 1, Grabow J. 6, Madaus 6, Lenk 3, Waack M. 1, Humboldt 2, Kinzilo 2, Futterlieb 1, Marschke 2, Waack J.

Zeitstrafen: Wittenburg 2, Plau 6 + 1 Rote Karte (grobes Foulspiel)

Stafwürfe: Wittenburg 2/4, Plau 1/2