Desaströse Angriffsleistung forciert Heimniederlage


Am vergangenen Samstag kam es in der Klüschenberghalle zum Rückspiel gegen den Hagenower SV, gegen den bereits im Hinspiel unglücklich verloren wurde. Dafür wollten sich die Seestädter revanchieren und an den Erfolg der Vorwoche anknüpfen.

Der Auftakt gelang auch, die Abwehr stand solide und die Angriffe wurden vernünftig ausgespielt, sodass sich die Heimmannschaft schnell absetzen konnte (2:1, 5:1, 8:2). Doch das sollte nicht lange vorhalten. Durch technische Fehler und viele Fehlwürfe wurde der Gegner eingeladen, den Vorsprung zu verringern, was dieser auch tat (10:4, 11:9). So wurde der Abstand immer kleiner und in der letzten Minute der ersten Hälfte gelang der 12:12 Ausgleich. Zwar konnte Günther in der letzten Sekunde noch auf 13:12 erhöhen, doch im Plauer Spiel war bereits der Wurm drin.

Beim Pausentee versuchten Humboldt und Möser-Rieck, die Gemüter zu beruhigen und an die alten Stärken zu erinnern. Es sollte weiterhin vernünftig verteidigt und im Angriff mit Struktur gespielt werden ohne unnötig verfrühte Abschlüsse.

Die Ansprache schien jedoch ihre Wirkung komplett verfehlt zu haben, denn die Gäste gingen kurz nach der Pause sogar in Führung, die Sie an diesem Spieltag nicht mehr abgeben sollten. Nach fünf gespielten Minuten rief das Plauer Trainergespann seine Mannen bereits zusammen, um in der Auszeit nochmals Fehlerquellen aufzuzeigen. Auch diese verflog völlig wirkungslos. Hagenow setzte sich weiter ab (16:19, 16:20). Es gelang einfach nicht, Angriffe ordentlich auszuspielen, meist verrannten sich die Hausherren in Einzelaktionen und überhastete, unvorbereitete Abschlüsse, die der Hagenower Torhüter entweder leicht entschärfen konnte oder die gar das Tor verfehlten. Offensiv ging rein gar nichts und wenn die PSV Herren Chance hatten, um den Abstand zu verkürzen, sei es durch Konter oder Strafwürfe, wurden selbst diese vergeben (6/11 getroffene 7m). Da sich offensiv nicht belohnt wurde, ließ das Team nach und nach die Köpfe hängen und auch die Konzentration in der Abwehr ließ nach. Die Plauer Keeper bekamen auch keine Hand mehr an den Ball, sodass die Gäste sogar in Unterzahl Tore über die Außen erzielen konnten. Dennoch lag es an diesem Tag an der quasi non-existenten Offensivkraft der Plauer, die die Niederlage forcierte. In diesem Spiel zeigten die Plauer Männer wohl ihre schlechteste Saisonleistung, weswegen die Partie letztendlich auch verdient mit 25:29 verloren ging.

Ein Dank geht hier an die Plauer Fans, die die Hoffnung nicht aufgaben und das Team bis zum Schluss mit lautstarken Anfeuerungen unterstützten.

Am 23.02. fährt der Plauer SV zum letzten regulären Saisonspiel vor der Platzierungsrunde nach Crivitz. Dort muss dann vieles besser gemacht werden, um die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen. Bei einem deutlichen Auswärtserfolg wäre Platz 3 der Staffel zwar noch möglich, angesichts der Niederlage ist davon aber erstmal nicht zu sprechen.

Plauer SV: Pidinkowski, Grabow (Tor), Möser-Rieck, Günther 6, Starke 1, Madaus 3, Lenk 6, Waack M, Humboldt 1, Kinzilo 5, Futterlieb 2, Reu, Marschke 1, Waack J.

Zeitstrafen: Plau: 0, Hagenow: 5

7m: Plau: 6/11, Hagenow: 2/3

gez. Mathias Starke