Spiel auf Messers Schneide


Nachdem die Blackbulls in der Pokalrunde mit einem 24:17-Heimerfolg in die Saison gestartet waren, sollte der Schwung mit ins erste Auswärtsspiel mitgenommen werden. Schon fast traditionell kam es auch im Ligabetrieb 19/20 früh zum Aufeinandertreffen mit dem VfL Neukloster. Lange konnte die Männermannschaft wenig Zählbares aus gegnerischer Halle mitnehmen (letzter Auswärtssieg November 2015), sodass Zielstellung an diesem Sonntag war die Durststrecke zu beenden.

Von Beginn an versuchte der Gegner dies zu verhindern und ging gleich im ersten Angriff mit 0:1 in Führung. Doch Möller brauchte nicht lange um den Ausgleich herzustellen. Früh dominierten die Abwehrreihen beider Teams, sodass sich die Partie zu einer echten Abwehrschlacht entwickelte. Über die Spielminuten hatten beide Angriffsreihen Probleme. Die offensive Abwehrarbeit der Blackbulls erwies sich als probates Mittel und auch der agile Spielmacher des VfL konnte gut in Schach gehalten werden. Immer wieder versuchte der VfL über die Außen zum Abschluss zu kommen, was Pidinkowski im Tor jedoch des Öfteren vereiteln konnte. Auch auf Plauer Seite wollte die Mannschaft sich zum Vorwochenende steigern und spielte im Positionsangriff die Bälle selbst gut durch. jedoch war das große Manko an diesem Spieltag die Chancenverwertung. Etliche, mitunter auch 100%-ige, Chancen wurden liegen gelassen, wodurch sich Ärger und Enttäuschung in den Gesichtern abzeichneten. Dadurch verpasste es der Plauer SV des Öfteren die Führung zu übernehmen und rannte den ersten 30 Minuten dem Gegner hinterher. Über die Spielstände 2:1, 4:3, 6:5 und dem 8:7-Halbzeitstand blieb dieser jederzeit in Reichweite. Angesichts der vielen vergebenen Chancen waren die Gäste schon die leicht bessere Mannschaft. Dies sollte sich in der zweiten Hälfte nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch auf der Anzeige wiederspiegeln.

Doch auch in den zweiten 30 Minuten konnte sich keiner der beiden Mannschaften entscheidend absetzen. Im Plauer Angriffsspiel fehlten die einfachen Tore, wovon dieser lebt, sodass sich im Positionsangriff über den Kreisel viele Chancen hart erkämpft werden mussten. Demnach war die Abwehr weiterhin gefordert. Besonders Reu und Kinzilo überzeugten in der Defensive. Im Angriff waren die Halben gefordert Verantwortung zu übernehmen, sodass sich Madaus und Möller häufig ein Herz fassen mussten um den Abschluss aus der zweiten Reihe zu suchen. Mit ihren Toren blieben die Blackbulls dem Heimverein immer auf den Versen. Als beim 13:14, eine Viertelstunde vor dem Ende, die erste Plauer Führung zu verzeichnen war, sollte dies die letzten Kräfte für die Schlussphase mobilisieren. Nun war es der VfL der bis fünf Minuten vor dem Ende gezwungen war den Ausgleich zu werfen, was auch gelang und selbst nochmal 19:18 in Führung ging. Madaus konnte in der heißen Schlussphase per Strafwurf ausgleichen und J. Grabow 90 Sekunden vor dem Ende per Gegenstoß die 19:20-Führung erzielen. Ein gehaltener 7-Meter durch Pidinkowski 45 Sekunden vor Abpfiff musste der Sieg bedeuten. In der Auszeit wurde der letzte Angriff besprochen. Die Blackbulls kamen durch eine sehr offensive Deckung des VfL zum freien Wurf, jedoch vereitelte der gegnerische Keeper diese und der Heimverein hatte seinerseits die Chance in einem letzten Angriff den Ausgleich zu erzielen. Jedoch brachte dieser nicht den gewünschten Erfolg, sodass sich die Blackbulls nach gehaltenem Freiwurf aus spitzem Winkel sichtlich erleichtert in den Armen lagen und sich von den mitgereisten Fans feiern ließen.

Mit einer starken Abwehrleistung belohnte sich die junge Mannschaft, in einer Partie die von Beginn hart umkämpft  und jederzeit ausgeglichen war. Bereits am kommenden Samstag soll die Serie weitergehen. Wie im Pokalwettbewerb heißt der Gegner in der Klüschenberghölle Schwerin-Leezen.

Plauer SV: Pidinkowski (Tor), Grabow M. (Tor), Futterlieb 1, Geiser 1,  Grabow J. 1, Madaus 4+2, Lenk 2, Schlinke, Waack M. 1, Möller 5, Kinzilo 1 Reu 2, Waack J. 1, Palasti

7m: Neukloster 2/5, Plau 2/3

2-Minuten-Strafen: Neukloster 4, Plau 1