C-Jungs trotzen Meister ein spektakuläres Remis ab


Der letzte Spieltag bescherte den C-Jugendhandballern vom Plauer SV den designierten Meister vom Landesleistungszentrum aus Schwerin, die Mecklenburger Stiere. Die Mannschaft um Trainer Dennis Gieratz hat in den letzten Jahren so ziemlich alles gewonnen, was zu gewinnen war und das auch in dieser Saison als jüngerer Jahrgang in der C-Jugend. So paarten sich aus Plauer Sicht Respekt und Ehrgeiz vor dem Spiel. Denn einerseits sollte es ein ordentlicher Abschluss werden, andererseits kreuzten sich die Klingen beider Teams in der Verangenheit schon sehr häufig, wobei es immer sehr enge und spannende Spiele gab. Die Fanlager beider Mannschaften sorgten zusätzlich mit Pauken und Trompeten für eine grandiose Stimmung.

Diese übertrug sich von Spielbeginn an auf beide Teams, so dass die Partie von der ersten bis zur letzten Minute spannend, kämpferisch und emotional verlief. Beide Mannschaft mussten am Limit spielen, um mitzuhalten. Den besseren Start erwischten dabei die Seestädter, die mit 4:2 in Führung gingen. Bereits in den Anfangsminuten bestimmten die Offensivreihen beider Mannschaften das Spielgeschehen, so dass Tore im Minutentakt fielen. Plau hatte mit Dennis im Tor einen guten Rückhalt, denn immer wieder hatte er eine Hand am Ball. Die Jungstiere wehrten sich mit einer sehr harten Gangart in der Abwehr, die oft im Grenzbereich lag. So kochten die Emotionen schon frühzeitig hoch. Auch der Tatsache geschuldet, dass die Partie einen sehr engen Verlauf nahm (5:3, 5:5, 8:6, 8:8). Die 9:8 Führung der Hausherren sollte die vorletzte Führung im Spiel bleiben, denn mit einer sehr offensiv ausgerichteten 3:3 Abwehrformation, mit der die PSV-Jungs große Schwierigkeiten bekamen, wendete sich das Blatt und die Gäste kippten die Partie. Die 9:11 Gästeführung konterten die PSV-Jungs mit einer Auszeit und der letzten Spielführung zum 12:11. Doch danach ließ die Kraft nach und mit einem 13:16 Rückstand ging es in die Halbzeitpause.

Trotz Unterzahl erwischten die Stiere den besseren Start in Spielhälfte zwei und bauten den Vorsprung auf 15:20 und 16:21 aus. Eine frühe Auszeit des Gastgebers, aufmunternde Worte und taktische Vorgaben, sorgten ab der 33. Minute wieder für ein Spiel auf Augenhöhe. Allen Bemühungen zum trotz, konterten die Gäste die Anschlusstreffer zuweilen glücklich, zumeist clever (18:21, 20:24, 23:25). Doch die Moral der Seestädter auf dem Spielfeld und auf der Bank war beeindrucken, denn die Aufholjagd hatte schon längst begonnen. Dem ersten Remis zum viel umjubelten 25:25 folgten weitere Nackenschläge (27:27, 27:30, 30:30, 30:32), doch selbst das 31:33 zwei Minuten vor Spielende brach dem Gastgeber nicht das Genick. Nun mit Willi im Tor, wurden die letzten Kräfte mobilisiert und nicht nur das 33:33 Remis erzielt, sondern 30 Sekunden vor Spielende erneut der Ball erobert. Die Halle stand Kopf und forderte sogar einen vermeintlichen Strafwurf kurz vor Spielende. Fortuna und der Spielverlauf selbst wollten das aus Plauer Sicht jedoch nicht, so dass es am Ende beim leistungsgerechten und spektakulären Unentschieden blieb.

Ein aus Plauer Sicht guter Saisonabschluss, auch wenn mit diesem Remis eine letzte Chance auf eine Medaille verspielt wurde. Nichts desto trotz war die Saison mit einem Kader von 17 Spielern, die zumeist immer anwesend waren, Last und Lust zugleich. Denn mit der Qual der Wahl bezüglich Spieler Einsätze, wurde das Trainergespann Schwabe/Kruse mehrfach konfrontiert. Da das Gros der Mannschaft in der C-Jugend verbleibt und diese Altersklasse mit spielstarken Spielern der D 1 verstärkt wird, werden nächste Saison zwei C-Teams in den Punktspielbetrieb gemeldet, daher im Bezirk und im Land. Dieser Situation wird in den nächsten Wochen bis zu den Sommerferien und danach Rechnung getragen. So werden Turniere in Plau, Seehausen, Warnemünde, Schwerin, Bützow und Berlin besucht. Geplant sind darüber hinaus ein Trainingslager und andere Team bildende Maßnahmen.

Plauer SV: Dennis Rescher (Tor), Willi Schulz (Tor), Hennes Grabow (Tor), Timm Laude (6), Jannes Hofmann (6), Pepe Hartleb (1), Hennes Bösel (7), Felix Langmann (2), Yannick Herrmann, Jakob Kruse (2), Moritz Eder, Lucas Schneider, Moritz Kremp, Tom Droste, Lennard Hofmann (9), Henning Tast, Lukas Schittek